Lobbying! Was ist das?

Gerade in den letzten Jahren war dieses Wort aus den Medienberichten wohl nicht mehr wegzudenken.
Da gab es – und gibt es immer noch – Leute, die sich ganz offen als Lobbyist bezeichneten, obwohl dies eigentlich gar nicht so üblich ist.
Allzu leicht kommt ein Lobbyist in den Verdacht, doch nicht ganz legal zu agieren!

LOBBYING wird schon seit Jahrhunderten, ja schon zu Zeiten der Römer angewendet.
Es geht um nichts anderes, als Entscheidungsträger so zu beeinflussen, dass sie Entscheidungen im eigenen Sinn treffen. Ganz einfach!

Lobby auf englisch oder lobia auf lateinisch. Beides bedeutet „Vorhalle“ und bezieht sich darauf, dass sich die Personen, die Einfluss nehmen wollten, eben in den Vorhallen des Senats, des Parlaments oder Kongresses aufhielten.
Das ist Schnee von gestern! Heute geht das im Wesentlichen über die so genannten Massenmedien. Man richtet den Entscheidungsträgern via Interview oder Inserat oder „redaktionellen Beitrag“ aus, was man haben will. Wenn man es oft genug wiederholt und die Forderungen immer lauter werden, sehen sich Entscheidungsträger oftmals dazu gezwungen, nach diesen Wünschen zu handeln. Tun sie es nicht, werden sie gerne von denselben Medien verrissen, für untätig bis hin zur Unfähigkeit erklärt.
Wie kann man sich gegen Journalisten wehren, die selber entscheiden, was geschrieben oder gesendet wird? Gar nicht! Und daran beginnt unser demokratisches System zu kranken.

Jede Interessensgemeinschaft (Wirtschaftskammer, Industrieellenvereinigung, Ärztekammer, Richter, Arbeiterkammer, Gewerkschaften aber auch karitative Organisationen, Autofahrerclubs oder Umweltaktivisten, um einige zu nennen) ist heute Lobbyist! Jeder will so viele Wünsche wie nur möglich zu seinen Gunsten umgesetzt wissen! Daher wird massiv versucht, so laut als möglich diese Wünsche zu artikulieren.

Leider spielt in unserer heutigen, verdorbenen und verlogenen Zeit das Geld eine viel zu große Rolle.
Die „ehrlichen“ Lobbyisten wissen natürlich, dass sie den Entscheidungsträgern keine Schmiergelder anbieten dürfen. Sie setzen aber ihr in ungeheueren Mengen vorhandenen Geldes einfach zum „Kauf“ der Medien ein. Inseratenkampagnen werden geschalten – natürlich nur dort, wo sich die Medien dann auch entsprechend „erkenntlich“ zeigen und sehr positiv darüber berichten.
Medien sind käuflich, denn sie wollen mit ihrer Tätigkeit natürlich auch viel Geld verdienen.
Ein Beispiel gefällig:
Stronachs Wahlkampf! Da ließ er den Medien ausrichten, dass nur jene Inserate bekommen, die auch bereit sind, in seinem Sinne zu berichten. Weiterer Kommentar überflüssig!

Eine derzeit äußerst beliebte Form, dem Konsumenten vorzugaukeln, dass es sich um freie Meinungsäußerung handelt ist der so genannte „redaktionelle Beitrag“. Da wird so getan, als wäre es ein frei entstandener Bericht oder eine Kolumne. In Wahrheit ist es aber ein Werbespot mit Nachrichtencharakter oder ein Inserat mit vorgegeben Inhalt.
Wie heißt es im Radio so schön:
„Diese Sendung enthielt Produktplatzierungen!“
Der Konsument weiß also nicht mehr, was Werbung und was wirkliche, freie Information ist!
Und wenn man einmal die Volksmeinung auf seiner Seite hat, können die Politiker nicht mehr aus!
Geld regiert die Welt! Eine Entwicklung, die in dieser Form nicht mehr gut zu heißen ist.
Jetzt füttert man halt die Medien mit ganz legalen (versteckten) Werbeaufträgen und die folgen ihrem wirtschaftlichen Zwang – ist doch ganz einfach!
Manipulation ist ALLES!

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